Die doppelzĂĽngige Heuchelei der NOZ

👎In seinem Kommentar „Die AfD verbieten – und dann?“ vom 21. August 2026 spricht sich NOZ-Redakteur Philipp gegen ein AfD-Verbot aus. Er verharmlost den Aufstieg der AfD als „Korrekturmechanismus“ der Demokratie und äußert Verständnis für einen „Kulturkampf von rechts“ als „Antwort auf den Kulturkampf von links“. Als Reaktion darauf schreibt ANK-Mitglied Christoph Schnare im NOZblog von Timm Reichl:
Phillipp Ebert sollte sich doch einmal fragen, was er und sein Chef mit ihren unsäglichen Kommentaren und Meinungsbeiträgen zum Aufstieg der AfD beigetragen haben? Wenn Ebert die Segnung von vier Männern, die in einer polyamourösen Beziehung leben, durch eine Berliner Pastorin dazu benutzt, die gesamte Evangelische Kirche als theologisch orientierungslos und moralisch verkommen zu denunzieren, dann ist das schließlich rechter Kulturkampf in Reinform.
Oder wenn Burkhard Ewert in seiner wutschnaubenden RdR-Kolummne die Möglichkeit eines Tempolimits als Antwort auf die Klimakrise und den Irankrieg als lächerliches Begehren von realitätsfernen Verbotsfetischisten abkanzelt, dann ist auch das rechter Kulturkampf, weil hier durch Ausgrenzung und Lächerlichmachen eine durchaus vernünftige Debatte von vornherein abgewürgt werden soll.
Geradezu komisch finde ich es, wenn Ebert in seinem Kommentar die Russlandnähe der AfD, ihre Ablehnung der EU oder auch die Verehrung für den Kriegstreiber Donald Trump als Gründe dafür aufzählt, „mit Argwohn und Sorge auf die AfD zu schauen“. Denn er ignoriert dabei, dass die Kommentare seiner eigenen NOZ-Kollegen Ewert und Clasen doch ständig diese Inhalte transportieren, die ihn hier „sorgenvoll“ auf die AfD blicken lassen.
Überhaupt ist es so, dass alle drei NOZ-Redakteure in ihren Kommentaren regelmäßig ein geradezu apokalyptisches Deutschlandbild zeichnen, dass über die realen Gegenwartsprobleme weit hinausgeht, dafür aber ziemlich kompatibel mit dem Weltbild vieler AfD-Anhänger sein dürfte. So bestätigen und ermutigen sie die Anhänger dieser Partei in ihrer destruktiven Staatsverdrossenheit und ihrer Bereitschaft, unsere liberale Demokratie gegen eine autoritäre Staatsform einzutauschen.
Weitere Kommentare dazu siehe NOZ-Blog
