Ergebnisse der Befragungsaktion der ANK beim Offenen Treffen am 19.5.2026

Wunschzettel“ – Auswertung:

(10 Antworten – hier die nach Häufigkeiten zusammengefasste Wünsche:)

1. Faktenbasierter objektiver Journalismus

Die NOZ sollte das wissenschaftliche und politische Gesamtspektrum breiter abbilden und ihm im Vergleich zu den Meinungsbeiträgen mehr Gewicht geben

2. Übergeordneten Kontext herstellen

Die NOZ sollte mehr begleitende Fakten liefern, um die Meinungsbeiträge besser einordnen zu können, bei journalistischen Beiträgen sollte sie mehr Quellenangaben liefern

3. Die NOZ hat ein Monopol und deshalb große Verantwortung

Die NOZ sollte die Gefahr durch den Rechtspopulismus nicht kleinreden, denn sie hat als Zeitungsmonopolist in unserer Region eine große gesellschaftliche Verantwortung

(Hinweis: in diesem Zusammenhang wird mehr Bereitschaft der NOZ-Redaktion zur Selbstkritik gewünscht)

4. Weniger einseitige Kommentare

In den Kommentaren findet sich „zu viel Ewert“, sie sind insgesamt zu rechtslastig, in den Kommentaren sollten auch andere Meinungen vorkommen

(Hinweis: klickorientierter Journalismus birgt die Gefahr der Versuchung zum Populismus)

5. Verzicht auf Normalisierung der AfD

Die NOZ-Redakteure sollten nicht die Narrative der Autokraten übernehmen

(Hinweis: das Übernehmen dieser Narrative verstärkt die Spaltung der Gesellschaft)

6. Weitere Themen:

Die NOZ sollte nicht so viele dpa-Meldungen und NZZ-Beiträge übernehmen

Ich wünsche mir in der NOZ weniger Hetze gegen alles angeblich links-grün-woke

Der Lokalteil muss thematisch wieder stärker werden, er ist zu trivial geworden

Ich wünsche mir mehr Berichte über sozial relevante Themen statt Pferdegeschichten

Die Kommentare sind politisch oft sehr einseitig, sie sollten ausgewogener sein

Die offene Kommentarfunktion für die Leserschaft muss wiederhergestellt werden

Für uns Osnabrücker ist die Zeitung eine wichtige Informationsquelle. Sie dient auch als Grundlage für politische Entscheidungen z.B. im Rat. Auch aus diesem Grund muss die Zeitung ihrer publizistischen Verantwortung wieder stärker gerecht werden



Zwischenzeugnis“ – Auswertung:

(6 Antworten)

Was gefällt mir?

Hauptsächlich überzeugt der Lokalteil. Es werden z.T. ausführliche Beispiele genannt, z. B. Berichterstattung zu den grünen Fingern in der Stadt. Einmal lautet die Antwort „NICHTS“. Dieser Teilnehmer fühlt sich von der NOZ offensichtlich nicht mehr angesprochen.

Was missfällt mir?

(Die Aussagen decken sich im Wesentlichen mit den Klagen aus den Wunschzetteln:)

Schlechter Mantelteil, zu viel eingekauft aus der NZZ und anderen (rechten) Zeitungen

Reißerische, irreführende Überschriften

Zu viel rechter Populismus (genannt werden hier explizit Ewert, Clasen und Ebert)

Befeuern des Kulturkampfs, Vorurteile z.B. gegen Arme werden geschürt

Sich mit unsäglichen Kommentaren hinter der Meinungsfreiheit verstecken

Zu wenig Leserbriefe und wenn überhaupt dann viel zu spät, fehlende Kommentarspalten

(Insgesamt wird die NOZ sehr schlecht benotet: 5 x Note 5 oder 6. Zwei Leser stehen kurz vor der Kündigung aus tiefer Enttäuschung über den gegenwärtigen Zustand der Zeitung)



Abschiedsbrief“ – Auswertung:

(6 Antworten)

Was bei mir persönlich zur Kündigung des NOZ-Abos geführt hat:

Ich will keine rechtspopulistischen Tendenzen unterstützen

Redakteure wie Ewert, Clasen, Ebert sind für mich untragbar

Ich lese zu oft Falschmeldungen ohne echte Belege

Ich habe wenig bis gar keine Hoffnung auf eine Besserung der redaktionellen Arbeit

Meine eigenen Kommentare auf NOZ.de oder FB wurden mehrfach gelöscht, ich fühle mich dadurch als Leser von der NOZ-Redaktion nicht mehr ernst genommen

Meiner Meinung nach bereitet die NOZ den Machtwechsel zur AfD vor

Der Lokalteil ist für mich inzwischen inhaltlich einfach zu schmal geworden

Abo-Kündigungen sehe ich persönlich als wirkungsvolle Methode an, um einen Kurswechsel zu mehr journalistischer Qualität vorzubereiten.

Ich will kein Geld mehr für eine so schlechte Zeitung wie die NOZ ausgeben